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Computertomograph.

Der Computertomograph ist aus der modernen Röntgendiagnostik nicht mehr wegzudenken. © Andrei Orlov / iStock / Getty Images Plus

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50 Jahre Computertomographie: Wende in der Röntgendiagnostik – Teil 2

50 Jahre Fortschritt – In Teil 1 des Beitrages hat Autorin Beatrix Polgar-Stüwe uns auf eine kleine Reise durch die Zeit mitgenommen und wir haben Interessantes über Grundlagen und die Entstehungsgeschichte der heutigen CT-Technologie erfahren. In Teil 2 stellt sie einen Vergleich von klassischen Röntgenaufnahmen und dem Computertomographen an und warum Medizinisch-technische Assistenten für den Einsatz der Technik so wichtig sind.

CT versus klassische Röntgenaufnahme

„Die Computertomographie hat heute in vielen Fällen das „klassische“ Röntgen abgelöst“, bekräftigt Dr. Kurt Heger. Die strahlenintensiven Röntgen-Durchleuchtungen zum Beispiel zur seitlichen Darstellung der Lunge würden heute gar nicht mehr gemacht. Vor dem CT-Zeitalter hätte die Radiologie versucht, die dritte Dimension bei Röntgenaufnahmen durch „normale“ Tomographien, also einzelnen Schichtaufnahmen, darzustellen.

„Aber das Verfahren war enorm strahlen- und erfahrungsintensiv, dauerte sehr lang und blockierte einen Untersuchungsraum für Stunden“, berichtet Dr. Heger.

Als große Vorteile sieht Dr. Heger, dass die Strahlenbelastung mittlerweile sehr gering sei. Die benötigte Dosis werde immer geringer, das Bild sei dreidimensional und zudem sei die CT enorm schnell und genau.

CT: Nonplusultra in der Tumordiagnose durch genaue Volumenmessung

Der größte Fortschritt der CT ist aber die akkurate Tumorvolumen-Bestimmung. „Sprach man früher bei Tumorgrößen von einem Kirschkern oder Taubenei, um das Volumen anschaulich zu beschreiben, so ist heute mittels der CT die millimetergenau Messung möglich, Aber auch, ob ein Tumor beispielsweise an Volumen zu- oder abgenommen hat“, erläutert Dr. Heger. „Die CT kann das superschnell berechnen“.

Im Fall eines Krebsbefundes sei es für die Behandlung enorm wichtig, dass sich nicht nur die Größe, sondern auch das Volumen verändert habe.

Früher waren größere und kleinere Fehlbelichtungen der Filme (zu hell/zu dunkel, kontrastarm) bei Röntgenaufnahme an der Tagesordnung. Ältere MTA Röntgen mögen sich vielleicht noch erinnern: Ärgerliche Fehlschüsse bei den Aufnahmen.

Oder die Pannen in der Dunkelkammer, wenn vergessen wurde, die Tür mit dem Schlüssel abzuschließen und jemand die Dunkelkammer mit der Tür zur Toilette verwechselte. Dann war die Röntgenaufnahme wegen der plötzlichen Belichtung unbrauchbar.

Die MTA – Wichtigste Person beim CT, wenn sie nicht nach Schema F arbeitet

Warum sind gut qualifizierte, erfahrene MTRA die wahren Hauptfiguren in der CT? „Bei der Erstellung der CT-Aufnahmen ist die/der MTA Röntgen die wichtigste Person. Sie trägt eine hohe Verantwortung, besonders, wenn sie nicht nach Schema F arbeitet“, erklärt Dr. Kurt Heger. Schließlich erstelle sie und nicht der Arzt oder die Ärztin eigenverantwortlich die Aufnahmen. Dabei achtet sie darauf, das betroffene Gebiet korrekt abzubilden.

„Zwar erhält sie eine Definition des Befundbereiches, der untersucht werden soll. Aber erfahrene MTRA erkennen, dass die ärztliche Definition des Bereiches vielleicht doch nicht ganz akkurat war, vielleicht unten oder oben noch etwas mehr berücksichtigt werden muss.“

Der heutige klinische Einsatz der Computertomographie ist vielfältig und zählt zu den Routineuntersuchungen zur Beurteilung der Lunge, des Herzens, der Blutgefäße und Knochen und Organe des Bauches. Die CT hilft unter anderem bei der Erkennung von Herzinfarkten, Kopfverletzungen oder Bandscheibenvorfällen. Abhängig von den Köperregion muss ein Kontrastmittel gegeben werden.

Zu den führenden Unternehmen auf dem Medizintechnikmarkt für CT-Geräte zählen heute Philips, Hitachi, GE Healthcare, Canon Medical und Siemens.

Von Beatrix Polgar-Stüwe

Werfen Sie einen Blick auf Teil 1 des Beitrages.


Weiterführende Links:
50 Jahre Computertomographie am Menschen; die-radiologen.com
Jubiläum: 50 Jahre Computertomographie“, Michael Wiertz, Schulleiter der MTRA-Schule im Universitätsklinikum der RWTH Aachen
50 years ago, the first CT scan let doctors see inside a living skull – thanks to an eccentric engineer at the Beatles’ record company; theconversation.com
Die verrückte Idee eines Gentleman; medmuseum.siemens-healthineers.com
Computertomographie; flexikon.doccheck.com

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