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Neue Computertomographen ermöglichen direkte Digitalisierung

Durch die direkte Digitalisierung der biomedizinischen Informationen vervielfacht sich der Informationsgehalt der CT-Bildgebung. © Povozniuk / iStock / Getty Images Plus

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Technologie: Neue Computertomographen ermöglichen direkte Digitalisierung

Die Digitalisierung des Medizinsektors vorantreiben, die Etablierung einer digitalen Innovationsplattform forcieren und die Verbesserung der klinischen Versorgung fördern, das sind die erklärten Ziele des Verbundprojektes „Photon-Counting CT Konsortium“ (PC3). Der aus den Universitätsklinika Freiburg, Tübingen und Mannheim bestehende Verbund hat nun einen seiner drei neuen, innovativen „Photon-Counting“-Computertomographen (CT) in Tübingen vorgestellt.

„Die Gestaltung des digitalen Wandels erfolgreich zu meistern, ist eine der Grundvoraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württembergs.

„Wir sind davon überzeugt, dass das PC3 Konsortium mittels des vollständig digital abgebildeten Gesamtprozesses, der Schaffung eines digitalen Ökosystems und der potenziellen Anbindung von Industriepartnern aus dem Bereich der medizinischen Softwareentwicklung einen entscheidenden Anteil am Erhalt der Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes hat“, so Dr. Hoffmeister-Kraut weiter.

„Entgegen der bisher verwendeten CT-Technik beruht die neue Technologie auf einer direkten Umwandlung von Röntgen-Photonen in ein primär digitales Signal im CT-Detektor“ erklärt Prof. Dr. Fabian Bamberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg und Koordinator des Konsortiums.

„Die vollständig digitale Datengewinnung eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten in der Patientenversorgung. Insbesondere die Gewinnung großer, hochkomplexer Datenmengen bietet wertvolle Ansätze in der Weiterentwicklung von Diagnostik und Therapie“, so Prof. Dr. Bamberg weiter.

Eine komplett digitale Datengewinnung und geringere Strahlendosis

Durch die direkte Digitalisierung der biomedizinischen Informationen vervielfacht sich der Informationsgehalt der CT-Bildgebung in mehreren Dimensionen, sowohl hinsichtlich der räumlichen Auflösung der Bilddaten, wie auch bezüglich komplexer Gewebeinformationen.

„Hieraus ergeben sich entscheidende Vorteile, zum Beispiel in der signifikant verbesserten Auflösung von Lungengewebe, was unter anderem der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 zu Gute kommen wird, oder für eine genauere Charakterisierung von Tumoren“, sagt Prof. Dr. Konstantin Nikolaou, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Tübingen.

„Darüber hinaus ist die Strahlendosis um ein Vielfaches geringer als bei herkömmlichen CT-Geräten. So können etwa Notfalluntersuchungen im Kindes- und Jugendalter durch die neue Technologie schneller und schonender durchgeführt werden“, so Prof. Dr. Nikolaou weiter.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Verbundprojektes ist die standortübergreifende Vernetzung der klinischen und wissenschaftlichen Infrastruktur. „Es wird dadurch eine Plattform geschaffen, die einen Austausch komplexer Daten zwischen den Standorten ermöglicht. Diese können beispielsweise zur Entwicklung neuartiger Kontrastmittel genutzt werden“, führt Prof. Dr. Stefan Schönberg, Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Mannheim, aus.

„Diese neu geschaffene Infrastruktur ist die Basis für innovative Kooperationsformen in der Universitätsmedizin in Baden-Württemberg und ist der Schlüssel zur Anwendung künstlicher Intelligenz auf medizinischen Daten im Konsortium“, so Prof. Dr. Stefan Schönberg.

Quelle: Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Tübingen

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